Forschungsprojekt zu den jüdischen Ansbachern der 1930er Jahre |
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ProjektzieleDie Ziele des Projektes sind im einzelnen: Ermittlung der in den 1930er Jahren in Ansbach und Umgebung wohnenden Juden. Unter diesen werden verstanden:– Menschen mit jüdischem Glauben bzw. – nach israelitischer Definition – Menschen, die eine jüdische Mutter hatten, – Bürger aus Ansbach und Umgebung, die keine Juden mehr waren – etwa weil sie zu einem anderen Glauben konvertiert waren –, aber vom NS-Regime als Juden verfolgt wurden. Ihr Werdegang (Ausbildung, Heirat, Familie, Wegzug) Schicksal nach 1933 Ausbürgerung Verbleib von Hab und Gut sowie des Vermögens im Falle der Emigration oder der Deportation Arisierung ihrer Geschäfte und Firmen Wiedergutmachungsanträge, Entschädigungszahlungen, Rückerstattungen Todeserklärungsverfahren. |
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Methode1. ErhebungZunächst wurden alle relevanten Veröffentlichungen (in Druck und Internet) sowie zwei Datenbanken des Bundesarchivs Berlin gesichtet und zu einem grossen Teil ausgewertet. Sodann wurde die die Quellenlage eruiert, d.h. die Forschungsgrundlagen geschaffen, wozu auch das Beantragen zur Einsicht von Akten mit Sperrfristen gehört. Mit der Forschung in mehreren Archiven und beim Amtsgericht Ansbach wurde begonnen. Besucht wurden bisher: Bundesarchiv Berlin, Staatsarchiv Nürnberg und das Stadtarchiv Ansbach. Siehe die sich ständig erweiternden Quellen. In archivalien.html kann man einige Beispiele der wichtigsten Dokumente aus dem Stadtarchiv Ansbach ansehen. (Wir empfehlen dort die Vergösserung über die linke Maustaste.) 2. Auswertung Die gefundenen Daten und Informationen werden u.v.a. in einer personenbezogenen Textverarbeitungsdatei zusammengestellt. Sie dient allein der Materialerfassung und stellt somit keine endgültige Veröffentlichung dar. Einige Beispielseiten sind unter ansbach.pdf einzusehen. Daneben wird auch eine Datenbank in dBase erstellt. Siehe diesen Screenshot mit einem Beispiel: ![]() AusblickDie Ergebnisse sollen in einer Publikation, einer Art »Handbuch zu den Juden aus Ansbach, Dietenhofen, Lehrberg, Brodswinden und Deßmannsdorf« einfliessen. Mit ausformulierten Biografien soll aller Juden aus der Zeit 1900–1945 gedacht werden – (nicht allein der Opfer der Shoa). Ein Teil für die Jahre 1930–1938 ist für 2009/10 angestrebt.Nach Ophir/Wiesemann (Jüdische Gemeinden in Bayern) lebten 1933 197 Juden in Ansbach, 10 in Lehrberg.. Für das Projekt kommen alle Christen hinzu, die jüdische Eltern oder Grosseltern hatten, und somit von den Nazis gleichermassen verfolgt oder gar ermordet wurden. Weiterhin kommen alle jene hinzu, die nach 1933 nach Ansbach gezogen waren sowie alle jüdischen Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Ansbach. Nach derzeitigem Forschungsstand handelt es sich um über 300 Menschen. Dieses Werk soll als Internet-Edition veröffentlicht werden. Zum einen werden dadurch hohe Druckkosten gespart. Zum anderen sind auf diese Weise sehr viel mehr Leser zu erreichen. Und schliesslich erlaubt eine solche Edition es, jederzeit Ergänzungen und Korrekturen einzuarbeiten. |
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VorträgeBei bislang zwei Veranstaltungen wurden bereits erste Forschungsergebnisse vorgestellt. Siehe Vortraege.html.Kontakt und BenachrichtigungWer Interesse am Projekt hat oder zu Veranstaltungen wie Stadtrundgängen und Vorträgen per eMail informiert werden möchte, wende sich an eine der beiden Adressen:
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