ARBEITSGEMEINSCHAFT FRÄNKISCH-JÜDISCHE GESCHICHTE


Übersicht zu den acht  Deportationen aus Franken

Literaturauszüge zu den einzelnen Deportationen

Quellen, Publikationen und Überlegungen zur Struktur einer »Datenbank für alle aus Franken Deportierten«


Projektdarstellung »Erforschung der Deportationen aus Franken« (pdf)


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Die ARBEITSGEMEINSCHAFT FRÄNKISCH-JÜDISCHE GESCHICHTE konstituierte sich am 8. Januar 2006 in Fürth im Jüdischen Museum Franken Fürth & Schnaittach als ein loser Verbund von Bürgern aus Franken. In der Mehrzahl handelt es sich um Privatforscher, die sich schon seit Jahren mit der jüdischen Geschichte ihrer Stadt oder Region beschäftigen und sich für das Gedenken der Opfer engagieren. Ihr Wissen und Potential zu bündeln und durch Austausch zu vermehren, ist ein wesentliches Element der Arbeitsgemeinschaft. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Andere bringen neben ihrem Interesse für diesen Teil der Historie ihre Erfahrungen mit Ausstellungen oder der Arbeit mit Jugendlichen mit.

Als erstem Aufgabenbereich hat sich die Arbeitsgemeinschaft der Deportations- forschung angenommen. Denn eine zusammenhängende Erforschung der Depor- tationen von Juden aus den Regierungsbezirken Ober-, Mittel und Unterfranken 1941–44 stellt noch immer ein Desiderat dar. Insbesondere die Abläufe und Geschehnisse für die mittleren und kleineren Ortschaften sind noch sehr wenig erforscht.

Aus diesen Gründen bereitet die Arbeitsgemeinschaft derzeit ein
     Projekt zu den Deportationen mit folgenden Zielen vor:
  1. Das Digitalisieren bzw. Rekonstruieren von Deportationslisten, um mög- lichst allen Opfern gedenken zu können. Die so entstehende Datenbank soll um weitere biografische Angaben erweitert werden, um den Opfern Ihre Identität wieder zu geben.
  2. Die Durchführung wissenschaftlicher Forschung in Archiven und bei Privat personen. Letztere sind häufig in Besitz von noch unveröffentlichten Fotos und Dokumenten.
  3. Die Befragung von Zeitzeugen. Diese ist besonders dringlich, da sie auf- grund des hohen Alters der Informanten nur noch wenige Jahre möglich sein wird.
  4. Die Vorbereitung einer umfassenden Dokumentation.
  5. Die Ausarbeitung eines Konzeptes für eine Wanderausstellung, die sich vor allem an junge Menschen richten wird. Diese sollen emotional erreicht werden, um ein Reflektieren zu erreichen und den Blick für Ungerechtigkeit, Ausgrenzung, Gewaltbereitschaft und das Entstehen von Verfolgung auszu- bilden. Die Zivilcourage beim Engagement für Ausgegrenzte und Verfolgte auch in der Gegenwart soll gefördert werden.
Die konkreten Ziele des Projektes sind: alle Umstände, Abläufe und Strukturen der Deportationen aus Franken in ihren lokalen Besonderheiten wissenschaftlich zu erforschen sowie die bereits geleistete Forschung zu konzentrieren, um das damals Geschehene für die Nachwelt aufzuarbeiten. Der Opfer zu gedenken und Ihnen ihre Identität und Persönlichkeit „zurückzugeben” heißt auch, das familiäre Umfeld oder den Beruf zu erfassen, ob die Männer kriegsversehrt waren, ob jemand zum christlichen Glauben konvertierte, ob jemand allein oder mit Angehörigen depor- tiert wurde und vieles mehr.

Wer Interesse an den Treffen oder der Arbeitsgemeinschaft selbst hat, ist herzlich dazu eingeladen. Rufen Sie an: 09203/688086 oder senden Sie eine eMail an: info@agfjg.de.



      
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