Datenbanken

Diese Seite dient der Beantwortung der beim Treffen in Fürth am 8. Januar 2006 aufgeworfenen Frage nach dem
Aufbau einer Datenbank für alle aus Franken Deportierten. Sie gibt in etwa den allgemein gewünschten Vortrag
wieder, den ich beim Treffen in Ermreuth am 18. Juni 2006 hielt.


Es bieten sich zwei Möglichkeiten an:
1. sich einfach hier
zum selbst entdecken „durchklicken“ – auf die unterstichenen Wörter oder die Bilder in der Spalte „Beispiele oder Kopie der Quelle“
2. oder/und begleitend dazu diesen Text von einer Seite lesen: Verknüpfen von Datenbanken als Antwort auf obige Frage.

Besonders wichtig für eine Antwort auf eben diese Frage ist diese Ikone:     bzw. die dahintersteckende pdf-Datei.
Sie finden sie am Ende dieser Seite.


Primärquelle, Datenbank, Publikation

Datensätze

Kürzel

Beispielseite  oder Kopie der Quelle

dBase-Datei

Riga-Jungfernhof 27.11.1941
Seiten 1–12 (einer 111 Seiten umfassenden) Deportationsliste mit 202 Menschen aus Würzburg.

Ab dem 27.11.1941 wurde die zur „Evakuierung“ Bestimmten von ihren Wohnorten ins Sammellager Nürnberg-Langwasser verbracht. Von dort bzw. vom Bahnhof Märzfeld fuhr der Zug am 29.11. ab. Nach heutigem Kenntnisstand befanden sich mindestens 1008 Menschen in ihm.



Izbica 23.03.1942
Seiten 13–26 derselben Deportationsliste


unvollständig, führt nur 207 Menschen dieses Transportes auf.

207 von 1000

I

IZBICA

Liste des Transportes nach Krasniczyn vom 25.04.1942
Liste im Hochformat, S. 27–71; gemäß den sog. Evakuierungsnummern nahzu vollständig

959 von 962

K

KRASNI

Nach der in Mistele 1988 im Faksimile veröffentlichten Liste der 1941 in Bamberg wohnenden Juden
 
Mistele, Karl H. Das Ende einer Gemeinde. Juden in Bamberg 1930–1942. Bamberg 1988.

126

BA

BAMBER41

Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945. Bearbeitet vom Bundesarchiv, Koblenz und dem Internationalen Suchdienst, Arolsen (Koblenz 1986) resp. die dazugehörige Datenbank im Bundesarchiv Berlin.
(Die Neuauflage vom Mai 2006 konnte bei diesem Vergleich noch nicht berücksichtigt werden.)

Seit Dezember 2007 ist das Gedenkbuch im Internet aufrufbar und wird 2-3 Mal im Jahr aktualisiert.

28.248

G

GB86

Datenbank zur Volkszählung vom 17.05.1939 \ Ergänzungskarten – Teil Bayern. Bundesarchiv Berlin.

                      Erläuterungen

33.273

V

VZ39

Theresienstädter Gedenkbuch: die Opfer der Judentransporte aus Deutschland nach Theresienstadt 1942 – 1945 / Institut Theresienstädter Initiative [Prag]. Prag/Berlin 2000. Kapitel ‘München – Nürnberg’ \ Auszug der Transporte II/25, II/26, II/28 und II/31


Für Opfer, die in Theresienstadt verstarben, sind auf der Internetseite vom  Institut Terezínské iniciativy unter Databáze obětí die Scans der Todesfallanzeigen abzurufen. Die Seite ist zwar in tschechischer Sprache, aber selbsterklärend.

1734

T

NBG-THER

Theresienstadt 10.09.1942
Seiten 72–80 jener 111 Seiten umfassenden Deportationsliste;

noch nicht ausgewertet – enthält jedoch weit mehr Datenarten als das Theresienstädter Gedenkbuch



Theresienstadt 23.09.1942
Seiten 81–111 jener Deportationsliste

noch nicht ausgewertet




Nürnberg’s Victims of Shoah (Germany). Published by Nuremberg City Archives, Marientorgraben 8, D-90402 Nürnberg, July 2002, http://www.jewishgen.org/yizkor/nuremberg/nuremberg.html

2374

N

NUREMBER

List of Holocaust Victims from Fuerth (Bavaria)

http://www.rijo-research.de. © Susanne Rieger, Gerhard Jochem; last update: December 04, 2001.


FUE'RIJO

Halmôn, Rafael / Blume, Gisela
Gedenke; zum Gedenken an die von den Nazis ermordeten Fürther Juden 1933 – 1945. Hg. vom Komitee zum Gedenken der Fürther Shoah-Opfer. Fürth / Tel Aviv 1997.

Seit  Juli 2007 liegt die wesentlich erweiterte Überarbeitung durch Gisela Naomi Blume vor und wurde als Internet-Edition unter dem Titel »Memorbuch zum Gedenken an die von den Nazis Ermordeten Fürther Juden 1933 – 1945« veröffentlicht.



Wittmer, Siegfried. Regensburger Juden. Jüdisches Leben von 1519 bis 1990. Regensburg 1996.

An den Transport fränkischer Juden vom 23.09.1942 nach Theresienstadt wurden Waggons mit  117 Bürgern aus Regensburg angehängt, weshalb sie im Theresienstädter Gedenkbuch unter diesem Transport II/26 aus Nürnberg kommen aufgeführt werden.

278

R

REGENSBU

Sponsel, Ilse. Gedenkbuch für die Erlanger Opfer der Schoa. Erlangen 2001.

101

ER

ERLANGEN

Strätz, Reiner
Biographisches Handbuch der Würzburger Juden – 1900–1945. 2 Bde. Würzburg 1989.

mit diesem Werk wurde ein erster Abgleich der Daten durchgeführt




Weitere Literatur, die für diesen Vergleich von Daten(banken) herangezogen wurde:

Dörner, Dieter
Juden in Amberg, Juden in Bayern. Pressath 2003.

Fromm, Hubert
Die Coburger Juden. Geschichte und Schicksal. Hg. vom Evangel. Bildungswerk Coburg. Vorwort von Pf. Sperl. Coburg 1990?.

Müller, Uwe (Hg.)
Dokumente jüdischen Lebens in Schweinfurt. Ausstellung des Stadtarchivs Schweinfurt aus Anlaß des Gedenkens an den 50. Jahrestag des Judenprogroms vom November 1938. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schweinfurt 4. Schweinfurt 1990.

Körner, Peter
Biographisches Handbuch der Juden in Stadt und Altkreis Aschaffenburg. Aschaffenburg 1993.





Antwort

Hier nun das Beispiel für eine Verknüpfung dreier Datenbanken in einem sog. Bericht (report). Es wurden 12 Datensatzsets ausgewählt
(aus Adelsdorf, Mühlhausen, Ermreuth, Forchheim und Schnaittach), die gleichzeitig zeigen, wie sehr sich die Namen und Daten in den
verschiedenen Quellen und Veröffentlichungen unterscheiden können
.
Verknüpft wurden folgende Datenbanken:
die des Nürnberg-Teiles des Theresienstädter Gedenkbuches,
der Datenbank der ersten Auflage des Gedenkbuches für die BRD mit West-Berlin von 1986
und der Bayernteil der Volkszählungsergänzungskarten von 1939 aus dem Bundesarchiv Berlin.

Bitte hier drauf klicken:


Ekkehard Hübschmann
(Verfasser dieser Seite)

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